Was hat dich dazu bewegt, ein Praktikum im TZA zu machen?
Lili: Ich möchte ein Studium in sozialer Arbeit machen und benötige dazu ein Vorpraktikum. Nach dem Vorstellungsgespräch und dem ersten Einblick ins Tageszentrum war ich mich sicher, dass dies ein gute Ort für mein Praktikum sein wird.
Carol: Ich möchte ein Studium in Ergotherapie machen und brauche dazu ebenfalls ein Vorpraktikum. Den Einblick in die unglaubliche Vielfalt Tagesgäste wird für mein weiterer Berufsweg sehr wichtig sein.
Welches Highlight hast du bist jetzt erlebt?
Lili: Für mich ist es sehr eindrücklich, wie zufrieden die Tagesgäste sind, obwohl sie alle in irgendeiner Form von Krankheiten betroffen sind. Die Gemeinschaft, welche zum Beispiel in der Musikgruppe oder im Adventskaffee gelebt wird, ist für mich ein Highlight.
Carol: Für mich ist es eindrücklich, wie man mit den Tagesgästen Bindungen aufbauen kann. Es macht mich auch stolz, dass ich mich so öffnen konnte, obwohl das nicht zu meinen Stärken gehört hat.Die Themenwoche «Heimat» war für mich ein Highlight, es war ein berührendes Thema mit vielen vertieften Gesprächen.
Was sind die Herausforderungen für dich?
Lili: Das Kochen für ca. 30 Personen in der doch eher kleinen Küche ist für mich eine Herausforderung. Auch das Erlernen von der richtigen Balance zwischen einer professionellen Nähe und Distanz war anfänglich nicht ganz einfach.
Carol: Für mich ist es herausfordernd, allen Tagesgästen in der Betreuung einigermassen gerecht zu werden. Die Ressourcen für die Betreuung sind begrenzt und die Bedürfnisse der Tagesgäste sind vielfältig. Dies unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach.
Auf was bist du besonders stolz?
Lili: Ich bin stolz, dass ich meine anfänglichen Berührungsängste ablegen konnte und ich nun viel offener auf Menschen zugehen kann. Dadurch ist es mir auch gelungen, mein Selbstwert und meine Selbständigkeit richtig gut zu stärken.
Carol: Ich bin stolz auf meine Kochkünste, welche ich entwickelt habe. Meine gestärkter Selbstwert und mein Selbstvertrauen sind ein Gewinn und machen mich stolz.
Wenn du ein Werbespot für das TZA machen müsstest, was würdest du sagen?
Lili: «Wenn man sich mit den Menschen im Tageszentrum trifft, macht das glücklich.»
Carol: «Das Tageszentrum ist ein Ort, an dem alle willkommen sind, egal mit welchen Ecken, Kanten und Rundungen» und «Das Tageszentrum ist ein Ort mit einem sehr engagierten und liebenswerten Team.»
Wenn du an deine berufliche und persönliche Zukunft denkst, was kann das TZA dazu beitragen?
Lili: Meine gemachten Erfahrungen werden mir helfen, das theoretische Wissen des Studiums mit der Praxis zu verbinden. Ich habe gelernt, was es heisst Menschen einzubeziehen und die Mitbestimmung zu leben, aber auch Grenzen zu setzen. Das wird sicherlich hilfreich sein. Ebenfalls lehrreich war es, Teil eines Teams zu sein und gelebte Teamkultur zu erfahren.
Carol: Die unglaubliche Vielfalt der Krankheitsbilder ist beeindruckend und äusserst lehrreich. Mein Erfahrungs-Rucksack hat sich gefüllt, auch mit grundpflegerischen Tätigkeiten, welche mir für mein Ausbildung als Ergotherapeutin hilfreich sein werden.
Dein Schlusswort?
Lili: Ich bin dankbar für alle Begegnungen. Ich habe viel über mich selbst gelernt und: Das Team ist supertoll!
Carol: Das Praktikum ist das Beste, was mir für meinen berufliche und persönlichen Weg passieren konnte. Ich werde immer mit einem Lächeln an diese Zeit zurückdenken!